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Burnout - immer für eine Nachricht gut!

07.10.2013, 10:00 | Burnout | 0 Kommentar(e)

Auflage und Einschaltquoten sind die magischen Worte im Medienzirkus. Thematisiert wird, was Interesse erweckt. Burnout gehört definitiv dazu. Es behauptet seinen Platz in der Berichterstattung seit Jahren. Der Sensationsfaktor wird stetig genährt. Immer mehr Prominente outen sich: Ja, ich habe ein Burnout.

Ein Burnout? Was ist das überhaupt?

In der Wissenschaft heisst es „Burnout“ oder „Burnout-Syndrom“.
Burnout ist der Prozess des Ausbrennens, innerhalb dessen sich ein Burnout-Syndrom (Erschöpfung, Zynismus, Ineffizienz) entwickelt. Er endet im schlimmsten Fall mit dem Ausgebrannt-Sein. Solches wird häufig als Burnout im Sinne einer Krankheit verstanden, was definitiv falsch ist. 

„Ein Burnout“ ist ähnlich verkürzt. Man meint damit meist einen Erschöpfungszustand. Die Betroffenen stehen zwar unter Leidensdruck. Doch nicht jeder Erschöpfungszustand ist gleich Burnout.  

Welchen Unterschied macht das in den Medien? Ein Erschöpfungszustand reisst keinen vom Hocker. Hingegen „ein Burnout“ schlägt ein wie eine Bombe: Was, DIE oder DER hat das auch? Das hätte ich NIE gedacht. Schauspieler, Sportler und Politiker, die völlig ausgebrannt in Sack und Asche durch die Medien geistern, zeigen uns:  es kann jeden treffen, wir sind alle gleich. Von Mitgefühl über Mitleid bis hin zu Häme und Spott wird eine breite Gefühlspalette angesprochen. Viele lesen, hören, schauen gespannt hin. Denn eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht.
Und „ein Burnout“ ist immer für eine Nachricht gut.




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